Hyperaktivität,
ADHS,
Rechtschreibprobleme,
Konzentrationsprobleme,
Gedächtnisprobleme,
Störungen im Bereich der geschriebenen und gesprochenen Sprache,
emotionale Unausgeglichenheit
Die in der Schule auftretenden Probleme sind vielfältig und reichen von Konzentrationsschwierigkeiten über Hyperaktivität und emotionale Belastung bis zu Rechtschreibproblemen.
Die Kinder fühlen sich überfordert, entwickeln Prüfungsängste, der Schulalltag wird zur Qual, Erfolge bleiben aus, Aggressivität oder Ängstlichkeit steigen und wirken sich wieder negativ auf die Leistungen aus.
Die Tomatis-Methode versucht diesen Teufelskreis zu unterbrechen.
Kinder, deren Hörverarbeitung mangelhaft funktioniert, sind nur schwer in der Lage, Sprache schnell und deutlich genug zu verstehen.
Konzentriertes Zuhören – vielleicht sogar erschwert durch Hintergrundlärm - kostet diese Kinder enorm viel Kraft.
Das Hörtraining bewirkt einerseits eine Verbesserung der akustischen Wahrnehmung. Informationen werden rascher und genauer verarbeitet, so, als würde ein schlecht eingestellter Radiosender klarer. Was vorher viel Energie und Aufmerksamkeit beanspruchte, gelingt nun leichter und belastet daher weniger.
Andererseits beeinflusst das Hörtraining häufig auch das Gleichgewicht. Hypermotorik und Konzentrationsschwäche treten in vielen Fällen gleichzeitig auf. Jeder Muskel des Körpers wird über das Gleichgewichtsorgan im Ohr (das Labyrinth) gesteuert. Dieses wiederum wird vor allem durch tiefe Frequenzen beeinflusst. Daher können durch das Hörtraining auch Gleichgewichtsstörungen, ungenügend entwickelte Feinmotorik oder Koordinationsprobleme behandelt werden.
Verbessern sich durch ein Hörtraining sowohl akustische Verarbeitung als auch Kommunikationsbereitschaft und Gleichgewicht, so verändert sich damit ein wesentlicher Teil der gesamten Wahrnehmung. Der Schüler/die Schülerin kann Gehörtes besser differenzieren und analysieren, braucht weniger Bewegung zur Gleichgewichtskontrolle, verbraucht also weniger Energie für seine/ihre Reizverarbeitung und kann sich so besser und länger konzentrieren.
Kommunikationsprobleme
Lärmempfindlichkeit,
Ablenkbarkeit,
Konzentrationsprobleme,
Ohrgeräusche,
psychosomatische Störungen („Weghören“)
Sie kennen die Situation: ein überfülltes Lokal, laute Hintergrundmusik, Lärm von den Nebentischen, intensives Stimmengewirr. Manche Menschen fürchten solche Augenblicke, weil sie „ihr eigenes Wort nicht mehr verstehen“, geschweige denn das Wort der Gesprächspartner. Kommunikation wird zur Belastung und Anstrengung. Häufig sind Nervosität, Müdigkeit, Gereiztheit oder die Abneigung gegen soziale Kontakte die Folge.
Grundsätzlich gilt: „Ein gutes Ohr hört das, was es hören will.“
In der Praxis bedeutet diese Aussage, dass wir uns in der oben geschilderten „Lokal-Situation“ entscheiden können sollten, worauf genau wir horchen wollen: Interessiert uns die Musik, so hören wir unserem Gesprächspartner nicht mehr oder nur mehr scheinbar zu; oder aber wir hören, dass am Nebentisch unser eigener Name ausgesprochen wird. Dann richten wir unsere Aufmerksamkeit dorthin, um mitzubekommen, was die über uns reden, blenden dabei jedoch die Musik, den Hintergrundlärm und das Gespräch am eigenen Tisch aus („Cocktailparty-Effekt“).
Viele Menschen sind jedoch zu diesem zielgerichteten, selektiven Horchen nicht (mehr) in der Lage.
Diese Defizite werden in den Hörkurven des Tomatis-Listening-Tests sichtbar und in der Regel durch ein „Horchtraining“ beseitigt oder deutlich gemildert.
Auch die Lärmempfindlichkeit kann dadurch wesentlich verringert werden. Das entschärft wiederum die emotionalen Reaktionen auf akustisch belastende Alltagssituationen im Beruf (Hektik im Büro, Telefongespräche, mehrere Anfragen gleichzeitig etc.) und in der Freizeit.
Stimme, Gesang, Musik
Probleme mit Stimme,
Intonation,
Ausdruck,
Lampenfieber
Ein Großteil der Nervenverbindungen zwischen Ohr und Gehirn liefert Informationen vom Gehirn zurück ins Ohr (efferente Bahnen) und gibt so ein andauerndes Feedback über die akustische Wahrnehmung.
Es ist daher nicht verwunderlich, dass die (eigene) Stimme mit dem (eigenen) Hören in enger Verbindung steht. Diese Tatsache war auch eines der zentralen Forschungsgebiete von Dr. Tomatis. Das erste Tomatis-Gesetz besagt ja, dass die Stimme nur jene Obertöne – sie bestimmen die Klangfarbe – enthält, die das Gehör wahrnehmen kann.
Die Verbesserung des Hörens wirkt sich daher auf Stimmklang, Intonation und Eigenwahrnehmung aus.
Auch für Instrumentalmusiker ist die Deckungsgleichheit von musikalischer Vorstellung und motorischer Umsetzung von entscheidender Bedeutung. Klangvorstellung und Umsetzung in „Muskelarbeit“ müssen eine Einheit bilden, und je besser diese Vernetzung neuronaler Verbindungen funktioniert, umso qualitätsvoller wird das Spiel am Instrument. Ein Tomatis-Hörtraining unterstützt diesen Prozess merkbar.
Fremdsprachenintegration
Jedes Ohr gewöhnt sich im Laufe der Entwicklung an die bevorzugten Frequenzbereiche der Muttersprache.
Verschiedene Sprachen bevorzugen jedoch auch verschiedene Frequenzbereiche, so zum Beispiel das Englische von 2000Hz bis 12000Hz, das Französische jedoch zwischen 300Hz und 2000Hz. (Diese beiden Sprachen „vertragen“ sich klanglich also nicht besonders gut, weshalb die jeweils andere Sprache eher schwer zu erlernen ist).
Die von Prof. Tomatis entwickelte Methode bietet ein eigens auf Sprache abgestimmtes Trainingsprogramm, das Ihr Ohr auf die gebräuchlichen Frequenzen der gewünschten Fremdsprache einstimmt und es sozusagen für die neuen Frequenzen und Rhythmen öffnet.
Behinderungen - Rehabilitation - Therapien
In unserem Ohr befinden sich zwei unterschiedliche Organe: das Gleichgewichtsorgan (Labyrinth) und das Hörorgan (Schnecke).
Über das Gleichgewichtsorgan wird das Zusammenwirken der Muskel unseres Körpers gesteuert. Wie die Erfahrung zeigt, wirkt eine Stimulation des Gehörs auch auf Körperwahrnehmung, Körperkontrolle und Gleichgewicht bis hin zur Feinmotorik.
Diesen Umstand macht sich die Tomatis-Methode zu Nutze. Im Bereich von Behinderungen oder Rehabilitation nach Unfällen geht es daher einerseits darum, die körperliche Eigenwahrnehmung zu unterstützen und zu fördern, Verspannungen (etwa bei Lähmungen oder Krämpfen) zu lösen und die Körperkontrolle zu verbessern.
Andererseits wird auch die Fähigkeit zu und das Bedürfnis nach Kommunikation entwickelt, was häufig einhergeht mit einem Abbau innerer Spannungen (besonders wichtig auch bei Autismus).
Die Tomatis-Methode eignet sich auch hervorragend für eine Begleitung bei anderen Therapieformen wie Logotherapie, Ergotherapie, Sensorischer Integration, Osteopathie usw. Ein Tomatis-Hörtraining führt dabei zu besseren und rascheren Ergebnissen in der jeweils anderen Therapiearbeit.
Schwangerschaft
Die Tomatis-Methode eignet sich als begleitende Vorbereitung für die Geburt. Die Verbindung zwischen Mutter und Embryo ist eine äußerst enge. Die Biochemie des Blutes spiegelt den physischen und emotionalen Zustand der Mutter und wirkt sich direkt auf das Ungeborene aus. Durch den Abbau von Ängsten und durch Entspannung der Mutter wird dadurch auch die Befindlichkeit des Babys verändert.
Stresssymptome
Wer „viel um die Ohren“ hat, über längere Zeit unter physischem oder psychischem Stress leidet, nicht zur Ruhe kommt, andauernd erschöpft ist usw., kann von unterschiedlichen Auswirkungen dieser Belastungen betroffen sein. Bezüglich des Ohres bestätigt auch die Schulmedizin, dass Ohrgeräusche (=Tinnitus), Geräuschüberempfindlichkeit (=Hyperakusis) und Hörsturz häufig nur Symptome, nicht aber die Krankheit selbst sind. (Die genauen Ursachen für psychosomatische Ohrenprobleme sind bis heute nicht wissenschaftlich erforscht.)
Man könnte also das Ohr als eine „Sicherung“ bezeichnen, die bei zu großer (An)spannung „ausfällt“.
Die Tomatis-Methode greift in diesen Regelkreis ein, indem sie einerseits (mit Mozarts Musik und Gregorianischem Choral) die emotionale Befindlichkeit und in Folge oft auch die vegetative Verfassung (Atmung, Blutdruck …) des Hörers/der Hörerin verbessert und andererseits die akustische Verarbeitung des Ohres beeinflusst.
Hohe Frequenzen sind an der energetischen Aufladung des Gehirns wesentlich mitbeteiligt.
Daher ist eine schlechte Hörleistung im Hochtonbereich sehr häufig ein Hinweis auf energetische Probleme, die sich in Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder sogar depressiver Verstimmung zeigen können.
Das Tomatis-Hörtraining trainiert gezielt die Wahrnehmung dieser Frequenzen und verbessert damit den Energiebereich.